Favoritenrolle gerecht geworden

Nachdem letztes Jahr schon mit der De La Salle-Schule ein anderer Finalgegner auf das Polgargymnasium wartete, stand heuer mit der SMS 2 Wittelsbachstraße wieder ein Gegner im Landesfinale der Mädchenfußballschülerliga, der nicht Ella-Lingens-Gymnasium hieß.

Die Mega-Kulisse – ca. 1000 Schülerinnen – machten dieses Schülerliga-Finale der Burschen und Mädchen trotz strömenden Regens zu einem unvergesslichen Moment. 

Von Beginn an zeigten die favorisierten Polgargirls, dass sie das Finale gewinnen wollen. Doch die Nervosität machte beiden Teams einen Strich durch die Rechnung. Gezielte Aktionen waren zu Beginn Mangelware. Erst mit dem 1:0 für den Favoriten durch Lenia Knofl beruhigte sich ein wenig das Spielgeschehen. Das Polgargymnasium bekam nun das Spiel besser in den Griff. Das 2:0 wieder durch Knofl nach 25 Minuten verunsicherte die bis dahin gut verteidigenden Wittelsbacherinnen. Sie schafften immer wieder kleine Nadelstiche. Allerdings pfiff FIFA-Schiedsrichterin Sara Telek in der letzten Minute der ersten Hälfte Strafstoß für die Polgargirls. Diesen verwandelte Sara Kalajdzic sicher zum 3:0-Pausenstand. 

Zu Beginn des zweiten Abschnittes überrumpelten die Polgargirls die Gegnerinnen und stellten durch Ava Body mit dem schönsten Tor des Tages – sie kam über die Seite in den Strafraum und überhob die herausrutschende Torfrau gekonnt – zum vorentscheidenden 4:0. Wittelsbach-Torfrau Rejhana Fekovic machte schon in der ersten Hälfte viele Einschussmöglichkeiten des Polgargymnasiums mit ihrem guten Stellungsspiel zunichte. Danach plätscherte das Finale so dahin – die Treffer zum 5:0 (29.) durch Body und 6:0 (37.) durch Mia Lethner waren Draufgabe. Spannend wurde es noch einmal nach 40 Minuten, als es wieder Strafstoß gab, den Torfrau Leonie Russ zum 7:0-Endstand verwertete. Nach 60 Minuten und noch immer Regen pfiff schlussendlich Telek das große Landesfinale der Sparkassen Schülerinnenliga im Sportcenter Donaucity ab.

„Sie ließen von Beginn – trotz Nervosität – nicht viel anbrennen. Der Sieg war verdient und die Polgargirls belohnten sich für deren Engagement“, zeigte sich Betreuer Karlheinz Piringer sehr stolz.

Somit steht die Kooperationsschule des Wiener Fußballverbandes (WFV), das Polgargymnasium, zum 15. Mal von 16 Austragungen im Bundesfinale. Dieses wird von Sonntag 21. bis Mittwoch 24. Juni in Obertraun (OÖ) über die Bühne gehen.

Der Siegerpokal wurde von Sara Telek im Beisein von WFV-Präsident Robert Sedlacek höchstpersönlich überreicht. Ebenfalls vor Ort war neben vielen Ehrengästen Fachinspektorin für Bewegung und Sport sowie Leichtathletik-Präsidentin Sonja Spendelhofer.

Den Organisatoren, Julia Trieb und Matthias Wernisch, zollt der größte Respekt. „Denn was die beiden in den letzten Wochen auf die Beine gestellt haben, ist auch für Lehrer außergewöhnlich. Da ziehen wir unsere Kappen“, findet das Betreuer-Duo der WFV-Schule, Jessica William und Piringer, für das Wahnsinnsengagement.

Neben dem Finalsieg der Polgargirls schafften es die Burschen ebenso ins Landesfinale, dort unterlagen sie allerdings der SMS 12 Hetzendorf mit 0:5. Somit hat das Polgargymnasium den Landesmeistertitel der Mädchen und die Silbermedaille bei den Burschen erspielt.

FINALE:

Polgargymnasium – SMS 2 Wittelsbachstraße 7:0 (3:0).- Torfolge: 1:0 (6.) Knofl, 2:0 (15.) Knofl, 3:0 (12., 8m) Kalajdzic, 4:0 (26.) Body, 5:0 (29.) Body, 6:0 (37.) Lethner, 7:0 (40., 8m) Russ.

Kader:

Krzywon, Body, Pass, Knofl, Ayvaz, Lethner, Kalajdzic, Pannosch, Lorber, Burgstaller, Isabel, Efe, Russ.

Nach dem Finalsieg jubelten die Polgargirls erleichtert.  copyright: Alexander Matzka                    

Nadia Isabel mit einem Abschluss aufs Tor, doch die Torfrau war dieses Mal Siegerin.  copyright: Alexander Matzka     
„Wie geht’s das?“, fragte sich Kapitänin Sara Kalajdzic. Die anderen Polgargirls hatten aber ihren Spaß bei der Pokalübergabe. copyright: Alexander Matzka     
Am Ende gab es das offizielle Team- und Jubelfoto. copyright: Alexander Matzka