Lehrausgang der 3C ins Department für Restaurierung und Konservierung
Die Klasse 3C war am Freitag, den 21. Mai im Department Restaurierung und Konservierung zu Gast. Fr. Prof. Kammer erwartete uns um 9 Uhr am Eingang des Institutes und nach einer kurzen Vorstellungsrunde zwischen SchülerInnen, Frau Kammer und der begleitenden Lehrperson Frau
Schrödl wurden wir in den Vorlesungssaal des Instituts weitergeführt. Dort gab es eine Einführung in Verhaltensregeln, Geschichte des Departments und etwas Grundlagen zum Fach.
Da Frau Kammer die Leiterin der Abteilung Holzrestaurierung ist, war es selbstredend ein Schwerpunkt unserer Führung. Dennoch konnten wir zu Beginn der einstündigen Führung einen Einblick in andere Bereiche bekommen wie Filmrestaurierung und Skulptur.
Die Papierrestaurierung war das erste große Thema. Dort wurden wir von einer Studentin in die Arbeit der RestauratorInnen eingeführt. Anhand einer Tuschzeichnung erklärte sie den SchülerInnen, was ihre Aufgaben sind, wie sie selbst vorgeht, welche Materialien sie verwendet und wie lange sie für die Wiederherstellung eine durch Wasser geschädigten Papierarbeit benötigt. Fragen der SchülerInnen beantwortete sie anschließend sehr ausführlich, damit das Fach für die Kinder greifbar wurde.
In einem weiteren Saal wurde uns die Abteilung Holzrestaurierung vorgeführt. Ein Modell der Stadtbahnbögen aus dem Technischen Museum diente als Objekt für die Erklärung der Eingriffe, die in der Holzrestaurierung gemacht werden müssen. Das Holzmodell nach Entwürfen von Otto Wagner fand Interesse und so waren die Fragen auch entsprechend fundiert, was Fr. Kammer erfreut zur Kenntnis nahm. Ein Spinnrad aus dem Volkskundemuseum war ein weiterer Patient, der auf den Tischen der StudentInnen lag. Hier mussten Hölzer getestet, angepasst und neu geschnitten werden, damit das Gerät wieder funktionstüchtig aussehen konnte. Dazu gab es eine eigene Werkstatt, in der Holztechniken geübt und studiert werden konnten. Dort konnten die SchülerInnen erfahren, wie alte Geräte entwickelt werden, damit Handwerkstechniken rekonstruiert werden können, die es nicht mehr gibt. Dass der Berufseinstieg damals dem Alter unserer SchülerInnen entsprach, machte das Thema anschaulich.
Am Schluss und als Höhepunkt konnten wir einen Blick in eine Kammer werfen, in der gerade ein Zuckerkleid gereinigt und von Tierchen befreit wurde, die den Unterschied von Kunst und Nahrung nicht so genau nehmen. Unter Folie und temperiert auf 19° Celsius wurde es dort neu gemacht.
Nach einer Stunde fanden wir uns im Seminarraum wieder, wo Fr. Kammer zwar eine Einführung vorbereitet hatte, zu der es aber nicht kam, weil wir schon wieder aufbrechen und zurück zur Schule fahren mussten.
Die Fragen zu Studium und Aufnahmeprüfung wurden geklärt. Manche SchülerInnen wollten es genau wissen, speziell wie die Mappe beschaffen sein muss. Vielleicht gibt es Nachwuchs. Ich habe gehört, männliche Studenten fehlen.
Werner Moser (Lehrausgang im Fach Kunst und Gestaltung)



